Sei es Mallorca, die Malediven oder auch der Urlaub im Schwarzwald – das Tourismusgewerbe boomt und verschafft der gestressten Bevölkerung Erholung. Gerade in Zeiten von Industrialisierung, von einer immer schneller wandelnden Welt und einer steigenden Arbeitszeit, erlangt der Urlaub bzw. Urlaubsreisen eine immer größere Bedeutung für den Einzelnen.
Vielfältiges Angebot
So kann der gewillte Konsument wählen zwischen Abenteuerurlauben in der Wildnis, zwischen Safaris in fernen Ländern oder Weltreisen auf dem Ozean. Aber auch Familienurlaube in Hotelanlagen, mit Animateuren und Buffet, oder Jugendreisen, wie von RUF-Reisen, mit denen bereits Minderjährige das Ausland genießen können, finden sich im Angebot.
Gerade in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen, sinkenden Löhnen oder Zukunftsängsten, in denen eher gespart als sehr viel Geld für den Urlaub ausgegeben wird, wird jedoch auch der Urlaub im eigenen Land immer interessanter. So locken der Schwarzwald, die Eifel, aber auch die Nordsee mit attraktiven Angeboten und kurbeln das innerdeutsche Tourismusgewerbe jedes Jahr aufs neue an.
Nicht nur der Urlauber profitiert
Doch nicht nur die Urlauber profitieren vom boomenden Tourismusgewerbe. Sowohl die ganze Branchen, als auch die Arbeitnehmer innerhalb dieser können Positives vermerken. Für die großen Akteure des Tourismusgewerbes, wie Hotelanlagen, oder Reiseveranstalter, schlägt sich die Nachfrage nach dem guten Urlaub in schwarzen Zahlen nieder. Gerade bei den Reisen innerhalb Deutschlands, die beispielsweise 2003 73 % aller Urlaubsreisen ausmachten, können außerdem zusätzlich noch die jeweiligen Gemeinden, Städte oder Kreise profitieren, die beispielsweise neben einem Steigen des Umsatzes in Souvenirgeschäften oder Restaurants, auch durch Kurtaxen von dem Tourismusgewerbe profitieren. Das Tourismusgewerbe zählt mit zu den größten Wirtschaftszweigen weltweit und lässt jährlich mehrere Milliarden Dollar bzw. Euro zirkulieren.
Und auch für die im Tourismusgewerbe Beschäftigten ist der Urlaub der Deutschen bzw. international ein gutes Geschäft. So bietet diese Branche vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten und gerade jungen Menschen eine Möglichkeit, ins Ausland zu reisen und dort zu arbeiten. Vor allem der Beruf des Animateurs ist hierbei besonders beliebt, wobei auch Tätigkeiten als Köche oder Fremdenführer von Bedeutung sind.
Doch neben den positiven Effekten des Tourismus auf Wirtschaft oder Menschen hat der Tourismus auch sehr negative Seiten. Sein Hauptproblem stellt hierbei die vielfältige Umweltverschmutzung dar, die in touristisch stark besuchten Gebieten als Folgeerscheinung auftritt. Das wahllose Wegwerfen von Verpackungen bzw. Müll, das wilde Campen und die Zerstörung der Natur – dies alles führt zu einer stetigen Verschlechterung der Natur in diesen Gebieten.
Ebenfalls problematisch ist das Nebeneinander von Touristen und Einheimischen. Oftmals fühlen sich die Einheimischen von den Touristen angegriffen, provoziert und in ihrer Ruhe gestört, was zu Konflikten führen kann. Schotten sich die Touristen wiederum in geschlossenen Hotelanlagen ab, kann dies auf die Einheimischen ein negatives Gefühl projizieren bzw. verhindert es bei den Touristen das Erlebnis, ein fremdes Land und dessen Kultur kennenzulernen.
Ebenfalls problematisch ist die häufig vorkommende Konzentration des Tourismusgewerbes auf bestimmte Gebiete oder Städte. So ballt sich hier der Tourismus mit all seinen Vor- aber auch Nachteilen, während andere Gebiete nicht von dem Tourismus profitieren können. Hier könnte eine Entballung des Tourismus das Konfliktpotenzial, als auch die starke Verschmutzung, durch Ausdünnen und bessere Kontrollmöglichkeiten bzw. Lerneffekt, minimieren.
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