Die Energiewirtschaft

In diesem Artikel wird die Energiewirtschaft erklärtUnter Energiewirtschaft versteht man jenen Bereich der Wirtschaft, der sich mit der Erzeugung, Bereitstellung und Vermarktung von Energie beschäftigt. Hierbei umfasst sie Themenbereiche wie Energiegewinnung, Energiehandel und Vertrieb, aber auch Versorgungssicherheit und Energiequellen.
Die Hauptakteure im Bereich Energiewirtschaft sind hierbei die sogenannten Energieversorgungsunternehmen, die zumeist elektrische Energie erzeugen bzw. gewinnen und sie den Verbrauchern gegen eine Zahlung zur Verfügung stellen. Aber auch die Erdölindustrie, sowie die Kohleförderer können zu den Energieversorgungsunternehmen gerechnet werden, da sie im entferntesten Sinne Energie zur Verfügung stellen.

Verbände

In Deutschland organisieren sich die verschiedenen Energieversorgungsunternehmen in einer Vielzahl unterschiedlicher Verbände. So gibt es beispielsweise den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, aber auch den Bundesverband Neuer Energieanbieter oder den Verband kommunaler Unternehmen. Sie alle sorgen für die Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland, wobei der Verbraucher im Prinzip die freie Wahl zwischen den unterschiedlichen Anbietern hat. Oftmals übernimmt aber beispielsweise ein Mieter den Stromversorger des Vermieters bzw. die Konditionen der jeweiligen Stadtwerke, ohne die genauen Preise miteinander zu vergleichen. Und da die Energiewirtschaft, sowie jeder Wirtschaftsbereich, vom Kapital lebt und profitieren möchte, werden oftmals überteuerte Verträge abgeschlossen.

Doch gerade in Zeiten der erneuerbaren Energien ist ein Blick auf den Energieversorger nötig. So gibt es im Internet zahlreiche Foren bzw. Internetseiten, die informieren und einen Vergleich unter allen Energieversorgern möglich machen. Oftmals wird hier auch der sogenannte Ökostrom angeboten, der entgegen der Kernkraft, aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Gerade in Zeiten von Fukushima gerät dies immer mehr in den Fokus der Verbraucher, die neugierig geworden sind und eine Alternative zur Kernenergie suchen. Nach wie vor machen die erneuerbaren Energien aber nur den kleinsten Teil innerhalb der Energiewirtschaft aus, die vor allem, wenn man die Energieversorgung allgemein sieht, von Braun-und Steinkohle dominiert wird. Doch auch bzw. gerade diese Energielieferanten verschmutzen im verstärkten Maße und werden auch von der Bundesregierung auf lange Sicht nicht als sinnvoller Energielieferant betrachtet.

Gesetzänderung im Jahre 1998

Die Energiewirtschaft ist also eine vielfältige Wirtschaft, die mittlerweile auch dem Konsumenten einen Entscheidens- und Ermessenspielraum lässt. Dies war jedoch nicht immer so: Noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war die deutsche Energiewirtschaft fern von jeglicher Liberalisierung. Erst 1998 wurde mit einer sogenannten Novelle, also einer Gesetzesänderung, eine schrittweise Liberalisierung unternommen. Jedoch ist es bis heute de facto so, dass die großen Konzerne, wie EnBW oder Vattenfall, den Energiemarkt dominieren und hier die Fäden in der Hand halten. Gerade in den letzten Jahren wurde aufgrund dessen des Öfteren die Kartellaufsichtsbehörde eingeschaltet, um etwaige Preisabsprechen oder Gemeinschaftsarbeiten, in Kampf gegen andere Energieversorger, zu unterbinden.

Ein Problem in der Energieversorgung ist auch, und zwar gerade im Bereich des Öles, die Abhängigkeit von anderen Ländern. Gerade die GUS-Staaten, die hier ein Monopol innehaben, können durch Preisschwankungen oder gar ein Embargo, wie in den 70erJahren geschehen, zu einer Unterversorgung in Deutschland oder rapiden Preissteigerungen veranlassen. Gerade in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen, oder auch in politisch angespannten Situationen, ist hier eine gefährdende Variable zu sehen, die längerfristige Kalkulationen unmöglich macht. Auch hier sieht die Wissenschaft eine Lösung in erneuerbaren und alternativen Energien, die Abhängigkeit der deutschen Energiewirtschaft von anderen Ländern minimieren.

Picture: Thaut Images – Fotolia

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